Datenschutz

Warum ist Datenschutz erforderlich?

Datenschutz gewährleistet den Schutz des Persönlichkeitsrechts und das Recht auf informelle Selbstbestimmung. Beide Rechte beruhen auf den Artikel 1 und 2 des deutschen Grundgesetzes.

Gerade in Unternehmen, Organisationen und Vereinen ist Datenschutz wichtig. Hier treffen das Persönlichkeitsrecht und das Recht auf informelle Selbstbestimmung auf organisatorische und wirtschaftliche Interessen.

Überall werden Daten von Mitarbeitern oder Mitgliedern, Kunden, Lieferanten und Dritten erfasst, verarbeitet und genutzt. Diese Verarbeitung erfolgt in der Regel automatisiert, also mit Hilfe von Software und IT.

Wer muss Daten schützen?

Damit die Verarbeitung dieser Daten nicht im Gegensatz zu Artikel 1 und 2 GG steht, gibt es seit Ende 1970 Datenschutzgesetze in Deutschland. Inzwischen beruht das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) als nationales Recht auf der europäischen Verordnung und muss zwingend von jedem Unternehmen, jeder Behörde und jeder Organisation in Deutschland angewendet werden.

Die Anzahl der Personen, die personenbezogene Daten erheben, verarbeiten oder nutzen, hat keinen Einfluss darauf, ob die Vorgaben des BDSG umgesetzt werden müssen.

Unternehmen, Organisationen und Vereine bei denen mehr als 9 Personen automatisiert personenbezogene Daten erheben, verarbeiten oder nutzen, sind gesetzlich verpflichtet einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.

Welche Daten sind zu schützen?

Alle Datenschutzgesetze regeln ausschließlich den Umgang mit "personenbezogenen Daten"; also Daten von natürlichen, real existierenden Personen. Das heißt, dass z.B. alle Daten die über "Hans Mustermann, Musterstraße 12 in 12345 Musterstadt" existieren, und seien sie vermeintlich noch so unbedeutend, durch das Bundesdatenschutzgesetz geschützt sind.

Daten sind dann personenbezogen, wenn sie persönliche oder sachliche Verhältnisse einer natürlichen Person beschreiben. Dazu genügt es, wenn die Person nicht namentlich benannt wird, aber bestimmbar wird, beispielsweise durch eine Telefonnummer oder Adresse (auch eine e-Mail-Adresse reicht hierzu mitunter schon aus!).

Informationen über so genannte "juristische Personen" (also Unternehmen) hingegen fallen nicht in den Geltungsbereich des Gesetzes, sofern diese sich nicht wiederum auf "natürliche Personen" (z.B. Mitarbeiter oder Kunden) beziehen. Auch für öffentlich zugänglich gemachte Daten (Daten im Telefonbuch oder auf der Webseite) besteht kein Schutz des Persönlichkeitsrechts.

 

Haben Sie noch Fragen zum Datenschutz?

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